Gendergerechte Verkehrsplanung

Warum Frauen anders mobil sind und was sich ändern muss

Die Geschäftsführerin der Ingenieurgesellschaft für Sicherungstechnik und Bau GmbH in Dresden Claudia Hinrichs gab in ihrem Vortrag bei unserem ersten Clubabend 2025 spannende Einblicke in die geschlechtsspezifischen Unterschiede des Mobilitätsverhaltens und die daraus resultierenden Herausforderungen für eine gendergerechte Verkehrsplanung. So legen Frauen täglich mehr Wege zurück als Männer, jedoch oft auf kürzeren Strecken und mit mehr Umstiegen. Sie nutzen seltener das Auto, greifen verstärkt auf den ÖPNV zurück und sind häufiger zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Dieses Mobilitätsverhalten ist das Resultat sozialer Rollen und geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung: Frauen übernehmen einen Großteil der Versorgungsarbeit und begleiten häufiger Kinder oder ältere Menschen. Gleichzeitig besteht ein höheres Sicherheitsbedürfnis, das die Nutzung der Mobilitätsangebote beeinflusst.

Aus den Erkenntnissen lassen sich folgende Forderungen ableiten:
geschlechtergerechte Verkehrswende heißt auch ökologische Verkehrswende
androzentrische Denkweisen nicht auf den öffentlichen Verkehr übertragen
bei der Datenerhebung Geschlechterdifferenzen berücksichtigen
verschiedene Perspektiven und Bedürfnisse bei der Verkehrsplanung berücksichtigen
versorgungsökonomische Mobilität als Ausgangspunkt für Verkehrsplanung

Vortrag und Diskussion machten deutlich, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse von Frauen und Männern zu erkennen und in der Verkehrsplanung zu berücksichtigen, um eine gerechte und nachhaltige Mobilität für alle zu gewährleisten.

Wir danken Claudia Hinrichs für ihre wertvollen Impulse.
Folgende Dokumente stehen zum download bereit:

01 Mobilität für Alle (Powerpoint)         02_Mobilität für Alle (PDF)


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